Feriengottesdienst im Flughafen

Author
2 Geistreich-members
Created at: 2012-07-20
Last major update at: 2014-04-03
Languages
Deutsch (Original, currently shown)
In section
Arbeit mit Touristen und Kurseelsorge, Zielgruppengottesdienst
Institutions
Jugendkirche Düsseldorf in Düsseldorf
Keywords
Target audiences
Practitioners
Information
Preparation: no information
Execution: 1,5 Stunden
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3 votes
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Jugendkirche

Abstract

Feriengottesdienst vor den Sommerferien im Düsseldorfer Flughafen

Situation / context

Der Düsseldorfer Flughafen ist zu der Ferienzeit stark frequentiert.

jugendkirche. Quelle: Foto: evdus/Sergej Lepke

Goals

Ein außergewöhnlicher Ort für einen Gottesdienst und genau das wollten wir erreichen! Junge Menschen die mit Interesse an den nicht ganz gewöhnlichen Gottesdienst herangehen.

Reflection / background

Vorbereitet hatten den Gottesdienst Menschen von der Düsseldorfer Jugendkirche, von zwei Gymnasien sowie von der Airportseelsorge.

General information on realization

Gute Absprache und Kontakt zum Flughafen im Vorfeld:

Die Absprache mit dem Flughafen erfolgte über unseren Flughafenseelsorger, womit wir schon das erste „Bein“ im Flughafen hatte. Aber auch sonst ist der Flughafen Veranstaltungen gegenüber aufgeschlossen und die Beteiligten Mitarbeiter geübt, was das angeht. Die meiste Energie kostete die Kommunikation mit dem vorbeugenden Brandschutz, dessen Auflagen wir zu erfüllen hatten (finde mal eine Brandschutzzertifizierte Beamerleinwand!) Werbung am Flughafen haben wir auch über unseren Flughafenseelsorger aufhängen lassen. Zudem wurde der Gottesdienst kurz vor Beginn über die Lautsprecher angekündigt. Gebracht hat das aber nicht sooo viel. Die Gäste am Flughafen sind eher Durchreisende und der Platz den wir hatten in der Abflughalle. Dort haben die meisten ja eher weniger Zeit. Einigte Touristen sind stehen geblieben, haben sich eine Weile „einfangen“ lassen, sind dann aber weiter ihrer Wege. Die meisten Menschen im Publikum waren Konfirmanden der Düsseldorfer Gemeinden, die den Großteil der 250 Besucher stellen, bei unseren Feriengottesdiensten. Den machen wir traditionell jeden letzten Dienstag vor den Sommerferien. Die Orte wechseln dabei und so waren wir das erste Mal am Flughafen. Das Jahr zuvor waren wir in der Düsseldorfer City-Kirche, 2013 wieder im öffentlichen Raum, in der Düsseldorfer Altstadt (siehe hier: http://www.jugendkirche-duesseldorf.de/blog/paradies/) Wohin es uns dieses Jahr verschlägt wissen wir noch nicht.

Wir planen solche Veranstaltungen oft vom Highlight her. Das war hier das Stagediving. Liturgische Elemente bauen wir dazu, wenn sie passen. Wir folgen da keiner Ordnung. Wichtig ist uns der Spannungsbogen, und dass der Teilnehmer dem roten Faden folgen kann. Der Titel „Tage wie diese“ bezog sich zum einen auf das Lied der Toten Hosen und zum anderen auf die tolle Ferienzeit.

Preparation

Nach einem dreistündigen Aufbau der Bühne und des Equipments der Band „Grinding Wedding“ trafen sich rund 150 Konfirmanden der Düsseldorfer Gemeinden.

Realization

150 Konfirmanden der Düsseldorfer Gemeinden treffen sich.

Das Thema des Gottesdienstes „An Tagen wie diesen“ beschäftigte sich mit unvergesslichen Momenten, an die man sich auch in ferner Zukunft noch erinnern wird. Mit einer Fotostrecke von solchen Momenten: Sonnenuntergängen, erste Liebe, gemeinsamen Urlauben, wurde das Thema abgerundet. In der Predigt wurde uns deutlich gemacht diese Momente zu genießen und das Leben in vollen Zügen wahrzunehmen. Jemand wird immer auf uns Acht geben, seien es Freunde, Familienangehörige oder Gott.

Das Highlight in dem Gottesdienst war das Stage Diving. Ganz nach dem Motto: „Komm ich trag dich durch die Leute“ wurden ein paar mutige Konfirmanden von dem Rest der Besucher getragen und durften über der Menschenmengen schweben. Nach abschließendem, kleinen Konzert der „Grinding Wedding“ wurde der Gottesdienst mit kleinen Geschenken, einem Armband der Jugendkirche, Snacks und Getränken ausgeklungen.

Besonderheiten: Der Ort, eine Band, Fotopräsentation, Stagediving. Mehr ist in einer Stunde nicht drin…

Es war eine gelungene Veranstaltung und wir hoffen, dass die Konfirmanden schöne Ferien haben!

Den Ablauf finden Sie im Anhang.

  

von Annika Marquardt am 05. Juli 2012

http://www.jugendkirche-duesseldorf.de/blog/feriengottesdienst

  

Siehe auch:

http://www.ekir.de/www/service/ferien-15557.php

Wrap up & follow-up actions

Der Steh-Imbiss ist oft sehr hektisch bei unseren Feriengottesdiensten, da die Konfirmandengruppen in der Regel geschlossen wieder den Rückweg antreten und wenig Zeit haben. Die Gespräche sind also eher kurz. Negativreaktionen gab es aber weder von Flughafen, noch von den Vorbeigehenden. Es entstanden während der gesamten Veranstaltungen keinerlei „doofen“ Situationen in dieser Richtung.

Effect / experience

Werbung am Flughafen haben wir auch über unseren Flughafenseelsorger aufhängen lassen. Zudem wurde der Gottesdienst kurz vor Beginn über die Lautsprecher angekündigt. Gebracht hat das aber nicht sooo viel. Die Gäste am Flughafen sind eher Durchreisende und der Platz den wir hatten in der Abflughalle. Dort haben die meisten ja eher weniger Zeit. Einigte Touristen sind stehen geblieben, haben sich eine Weile „einfangen“ lassen, sind dann aber weiter ihrer Wege. Die meisten Menschen im Publikum waren Konfirmanden der Düsseldorfer Gemeinden, die den Großteil der 250 Besucher stellen, bei unseren Feriengottesdiensten. Den machen wir traditionell jeden letzten Dienstag vor den Sommerferien. Die Orte wechseln dabei und so waren wir das erste Mal am Flughafen. Das Jahr zuvor waren wir in der Düsseldorfer City-Kirche, 2013 wieder im öffentlichen Raum, in der Düsseldorfer Altstadt (siehe hier: http://www.jugendkirche-duesseldorf.de/blog/paradies/) Wohin es uns dieses Jahr verschlägt wissen wir noch nicht.

  

Der Flughafen wird es nicht. Aufwand und „Ertrag“ gehen da sehr weit auseinander. Der Brandschutz macht das ganze mühsam und kostenintensiv und 250 Menschen sehen in der riesigen Flughafenhalle erstaunlich „mickrig“ aus. Die Location ist sehr interessant und war thematisch sehr passend, aber den Rückmeldungen nach ist es für die Besucher sehr schwer sich nicht „ablenken“ zu lassen. Hier würde noch die Diskussion ausstehen „Was ist Gottesdienst? Wie ereignet er sich (trotz Drumherum und Gewusel)? Was braucht es dafür? Erstaunlich ist, dass selbst von den Konfirmanden da manchmal eher konservative Rückmeldungen kommen. Das „Vater unser“ war der einzig ruhige Moment des Gottesdienstes. Dort konnten alle einstimmen. Das stützt unsere Erfahrung dass möglichst nur bekannte Lieder und nicht zu viel Text am Stück, gerade an öffentlichen Orten mit Ablenkung dabei sein sollten. Wenn man keine „eingeschworene Gruppe“ sondern Gemeinde auf Zeit dabei hat sollte man auch eventuelle „Schamgrenzen“ beachten. Gerade bei Jugendlichen driftet es sonst für die Teilnehmenden schnell in Bereiche, die sie für sich nur noch über das Ziehen ins Lächerliche bewältigen können.

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