Rundweg über steinerne Stufen

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 28.06.2017
Letzte größere Änderung: 28.06.2017
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Einsortiert in
Pilgern
Gemeinden/Institutionen
Ev. Kirchengemeinde Groß Kiesow in Groß Kiesow
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Informationen
Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
Meinungen
keine Stimmen
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Kurzbeschreibung

Sieben Vaterunsersteine leiten Pilgernde auf einem Weg um Groß Kiesow.

Situation / Kontext

Gut zehn Kilometer südlich von Greifswald lädt ein ungewöhnlich „steiniger“ Weg zum Pilgern ein. Ausgehend von Groß Kiesow führt ein Pilgerpfad an sieben Bitten aus dem Vaterunser, dem bekanntesten christlichen Gebet, vorbei. Die Bitten sind als Reliefplatten auf Findlingen befestigt, den Vaterunsersteinen.

Ziele

„Die Idee kam mir ganz spontan, mitten in einer Erntedankgottesdienst-Predigt“, erinnert sich Andreas Schorlemmer an die Entstehung des Pilgerwegs, der im Frühjahr 2011 eröffnet wurde. „Ankommen, wo wir herkommen“, formuliert der Pastor die Devise der ersten Wegstation an der St.-Laurentius-Kirche.

Reflexion / Hintergrund

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Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

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Durchführung

Der hier aufgestellte Startstein ist gleichzeitig auch das Ziel des Pilgerrundwegs. Er ist der „Stein des Anstoßes“. Mit ihm beginnt die Reise. Eine Inschrift ist auf ihm zu lesen: „Vater unser im Himmel, Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.“ Ebenso wie die anderen sieben Findlinge auch, wurde er von Bildhauer Rainer Fest gestaltet, der die Steine für die Spruchplatte umarbeitete. Zudem meißelte er in sechs der Steine eine kleine Stufe, der „Stein des Anstoßes“, trägt sieben dieser Stufen. So erreichen die Pilgernden mit jedem Stein eine weitere Stufe, bis sie schließlich alle sieben Stufen „erklommen“ haben.

 

Mittelpunkt zwischen Wind und Weite

 

Über insgesamt 18 Kilometer erstreckt sich der Pilgerweg. Er führt durch Felder, Wiesen und Dörfer. Stets bleibt für den Wanderer auf diesem Weg als Mittel- und Orientierungspunkt die Turmspitze der St.-Laurentius-Kirche sichtbar. Die zweite Station ist der „Stein des Namens“. „Geheiligt werde Dein Name“, steht auf dem Stein. Bei diesen Worten brechen viele Fragen auf, meint Andreas Schorlemmer. „Welchen Namen hat Gott? Was ist mir heilig?“, zählt der Pastor auf. „Wir müssen Gott benennen und ihn ansprechen.“ Darauf könne der „Stein des Namens“ hinweisen. „In Gottes Namen ist alles geheiligt, die gesamte Schöpfung ist heilig. Wie gehen wir damit um?“ Der dritte Stein ist der „Stein der Sehnsucht“ und trägt die Inschrift „Dein Reich komme.“ „Hier ist nur der Himmel über uns und dazu der Wind und die Weite“, sagt Andreas Schorlemmer und weist über die umliegenden Felder. Dieser Stein sei wie ein Mittelpunkt und immer im Licht, da es an dieser Stelle nichts gebe, das einen Schatten werfe. „Wessen Reich ist es, das da kommen soll? Wie wird das aussehen, was da kommt?“, fragt der Pastor während er den behauenen Findling betrachtet.

 

Jeder Stein wird zur Andacht

 

Weiter führt der Weg unter anderem zum „Stein der Sehnsucht“ und zum „Stein der Stärke“ bis er wieder die Kirche in Groß Kiesow erreicht. Intensiv betrachtet und reflektiert, kann jeder Stein mit seinem Teil des Vaterunsers zu einer Andacht, zu einer kleinen Predigt inmitten der Natur werden. Pilgernde Gruppen und auch Einzelpersonen, die auf dem Weg der Vaterunsersteine unterwegs sein möchten, haben nach vorheriger Anmeldung die Möglichkeit, die Infrastruktur des Pfarrhauses zu nutzen, geführte Pilgerwanderungen mit theologischen Impulsen zu buchen und auch Verpflegung zu bestellen.

Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

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Aufgegriffen und weiterentwickelt

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