Gedenktag 9. Nov. 2013

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ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 28.10.2013
Letzte größere Änderung: 28.10.2013
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Deutsch (Original, angezeigt)
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Gemeinwesen, Interreligiöse Begegnungen, Wissenschaft und Ethik, Kirchenjahr
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Kirchliche Hochschule Wuppertal-Bethel in Wuppertal
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Vorbereitung: Keine Angaben
Durchführung: Keine Angaben
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denkmal berlin (Ausschnitt)

Kurzbeschreibung

75. Jahrestag der Reichspogromnacht. Gedenkveranstaltung, Oratorium und Literarischer Abend.

Situation / Kontext

Veranstaltungen der Kirchenmusik Hamm, u.a mit dem virtuellen Oratorium „Christus vor den Stelen“.

 

Prof. Dr. Norbert Ammermann, ev. Pfarrer

Kirchliche Hochschule Wuppertal-Bethel

http://www.kiho-wb.de/lehrkoerper/aplprofessoren/ammermann_n

 

 

Ziele

Gedenktag 9. Nov. 2013
75. Jahrestag der Reichspogromnacht

       
17:00 Uhr  Gedenkveranstaltung

ehemaliger Synagogenstandort auf dem Santa-Monica-Platz, Hamm
Zum gemeinsamen Gedenken laden ein:
der Oberbürgermeister der Stadt Hamm, die Friedensschule und der Arbeitskreis „Woche der Brüderlichkeit“

 
18:00 Uhr  Oratorium ohne Worte für virtuelles Orchester

Pauluskirche Hamm
Christus vor den Stelen

Einführung und Texte: Pfarrer Geert Franzenburg 

Partitur: Prof. Dr. Norbert Ammermann
Visualisierungen: Virtual Orchestra Memphis
Eintritt frei · Spenden erbeten

  
20:00 Uhr  DEMOKRATIE VERTEIDIGEN.

Lutherzentrum Hamm

Eine Rückbesinnung auf die demokratischen Grundwerte in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit
Literarische Collage mit Texten von Mahatma Gandhi, Robert F. Kennedy, Hermynia zur Mühlen, Erich Mühsam, Alfred Polgar,
Carl von Ossietzky, Joseph Roth, Hans Sahl, Kurt Tucholsky, Lasantha Wickrematunge, u.a.
Sprecher: Gregorij H. von Leïtis  Konzept & Einführungsvortrag: Michael Lahr  Grußwort: Dr. Volker Pirsich
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch gegen Radikalismus und Gewalt Hamm
mit freundlicher Unterstützung der Arnold-Freymuth-Gesellschaft e.V. und des DGB-Stadtverbandes Hamm.

 
Eintrittspreise: im Vorverkauf 8.- € (ermäßigt 6.- €); an der Abendkasse 9.- € (ermäßigt 7.- €)

   

siehe auch

Handzettel unten

und Gottesdienstentwürfe:

http://www.geistreich.de/P1801

Reflexion / Hintergrund

Zum Gedenkkonzert um 18:00 Uhr:
Zum Holocaust hat sich sehr pointiert die Theologin Dorothee Sölle geäußert. Bekannt ist, dass sie es abgelehnt hat, nach Auschwitz noch vollmundig die Strophe zu singen „Lobe den Herrn, der alles so herrlich regieret“. „Wo war Gott in Auschwitz“ fragt sie. Bertold Klappert, systematischer Theologe in Wuppertal, sagt: Das Judentum, nicht das Christentum stand „unter dem Kreuz“. Und er zitiert den späten Barth, der in seinen späteren Jahren fragt, ob nicht die Christen verworfen seien. Bis heute haben die großen Kirchen es nicht gewagt, ihre Christologie radikal neu zu reflektieren, zu überdenken und von kirchlichen Allmachtsphantasien zu befreien. Dieses Oratorium will dazu einen musikalisch-theologischen Beitrag leisten.

  
Zum literarischen Abend um 20:00 Uhr:

Nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs 1989 schien mit dem Zusammenbruch des Sowjetkommunismus der Siegeszug der Demokratie unaufhaltsam zu sein. 20 Jahre später ist die anfängliche Euphorie eines welthistorischen Durchbruchs des demokratischen Grundgedankens großer Ernüchterung gewichen. Globalisierung, steigende Arbeitslosigkeit, Sozialabbau, die Marginalisierung großer Gruppen der Gesellschaft haben dazu geführt, dass das Vertrauen in die Demokratie und ihre Institutionen schwindet.
In Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit erscheint es wichtig, daran zu erinnern, welch große Errungenschaft die Demokratie ist und dass es sich lohnt dafür zu kämpfen. Der Schrei nach einfachen Lösungen, die Sehnsucht nach einem starken Mann, der uns aus der Komplexitätsfalle der globalisierten Welt befreit, wird immer größer. Dagegen will das Programm „Demokratie verteidigen“ ein Zeichen setzen.

 

Gregorij von Leïtis studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Schauspiel mit Helen von Münchhofen und Herbert Mensching in München und mit Lee Strasberg in New York.

Seit über 40 Jahren arbeitet er an unterschiedlichen Theatern in Europa und den Vereinigten Staaten. Für seine Verdienste um die Förderung der Völkerverständigung mit den Mitteln der Kunst wurde ihm im Sommer 2003 vom deutschen Bundespräsidenten Johannes Rau das Bundesverdienstkreuz verliehen. 1985 wurde er als erster Nicht-Amerikaner mit dem New York Theatre Club Prize ausgezeichnet für seine Regie von Bertolt Brechts „Jüdische Frau“.

Allgemeine Hinweise zur Umsetzung

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Vorbereitung

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Durchführung

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Nachbereitung & weitere Umsetzung (Einbettung)

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Wirkung / Erfahrung

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Aufgegriffen und weiterentwickelt

    Umfeld des Beitrags

    • Gedenkstätte NS-Zwangsarbeiterlager in Neukölln
      Gedenken und Erinnern an Ereignisse wie den 9. November oder die Befreiung von Auschwitz.
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    • Politisch predigen
      Politisches Engagement der Kirche.
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