ewigkeit - Zum Ewigkeitssonntag

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ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 20.11.2012
Letzte größere Änderung: 20.11.2012
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Deutsch (Original, angezeigt)
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Ewigkeitssonntag
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Idee

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

die ARD widmet sich eine Woche lang dem Tod, sendet Reporter an die Front der Nachlass-Verwalter, belauscht Bestatterinnen. Der Tatort – schon immer dem Tode nah – fragt nach dem, was bleibt, und Jauch klebt wie immer vorsichtig am Puls der Zeit. So wird das Land ein wenig geweckt für ein verschwiegenes Feld. Manche werden schüchtern mit den Kindern beginnen über die Wünsche zu ihren Grabstätten flüstern. Einige Mutige werden beschließen, dass sie Opa selig selbst anziehen für die letzte Reise. Opa wäre es peinlich so nackig gesehen zu werden, aber sie setzen darauf, dass er sich nicht mehr wehren kann gegen ihre Liebe. Kleine Schritte aus dem Abseits, sich alles Normale abnehmen zu lassen rund um den Tod. Jeder Mensch, der auf die Welt kommt, wird innig angefasst. Geht er, so bleiben die Hände fern. Wer weiß schon, dass es außer einem Friedhofsbeamten, der die Grablegung bezeugt, keinen Profi braucht, um einen Menschen zu bestatten? Wer weiß, dass man Totenstarre innerhalb von Minuten aus einem Körper heraus massieren kann? Aber wer rüttelt die Kirchenvorstände wach, die sich vor selbst gezimmerten Holzkreuzen und seltsamen Wünschen fürchten? Wer wagt es, die verlorene Erstbegegnung mit Trauernden durch einen Todesfall-Notdienst zurückzugewinnen?

Kirche verliert gerade in einigen Städten und an deren Rändern eines ihrer ureigensten Felder, weil sie sich weiter wie eine hoheitliche Anstalt gebärdet. In manchen dieser Gemeinden lassen sich inzwischen selbst Menschen aus der Kerngemeinde von Trauerrednern bestatten, weil sie dem Kirchenton und seiner Behörden-Mentalität mißtrauen.


Wer sich auf dies Feld nicht einlassen mag, wird auf unserer Seite unter http://gottesdienstinstitut-nordkirche.de/material/text#gottesd den klassischen Ewigkeits-Entwurf mit Hieronymus Bosch finden, den man in Abständen gut wiederholen kann.

Oder man widmet sich einer jungen Sängerin aus der Schweiz, Sophie Hunger: http://www.youtube.com/watch?v=fUv-Slkdg5E
http://www.amazon.de/Walzer-F%C3%BCr-Niemand/dp/B001SX954U

Liest man hinter ‚Niemand‘ die Gegenwart des Todes, so erscheint die alte Wahrheit:
Sei gegenwärtig im Angesicht des Endes und du wirst ratlos und selig.

Niemand kommt rein und setzt sich hin,
Den Fuss auf des Tisch, die Hand unters Kinn.
Niemand ist hungrig, mein Frühstücksmenu.
Niemand kommt immer zu früh.

Niemand, ich habe Geschenke für Dich.
Was wär ich geworden gäb es Dich nicht,
Meine gesammelten Werke, bitte sehr,
Alles gehört nur Dir.

Niemand, keiner kennt mich wie Du
Unbedingt, ich geb alles zu
Keine Enttäuschung, kein einziges Mal -
Aber Dir ist eh alles egal.

Niemand, siehst Du's? Ich wachse nicht mehr
Meine Hände sind Füsse, niemand schau her.

Bald bin ich nichts und das, was dann bleibt
Ist Deine Wenigkeit.

Niemand, was, was willst Du?
Immer bist Du hier.
Niemand, was, was willst Du
Von mir?

Es grüßt Ihr gottesdienst institut nordkirche
Anne Gidion, Friederike Jaeger und Thomas Hirsch-Hüffell
www.gottesdienstinstitut-nordkirche.de

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