Erntedank vom gottesdienst institut nordelbien

Initiator/in
ein Geistreich-Mitglied
Erstellt am: 14.09.2011
Letzte größere Änderung: 14.09.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
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Erntedankfest
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Idee

erntedanke

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Freundinnen,

Erntedank naht. Sie erinnern sich? Das ist das mit den Kürbissen und den quietschenden Kindern, deren Eltern sich nicht zuständig fühlen. Auch die Frederik-Maus darf nicht fehlen.
Wir empfehlen, zu Beginn des Gottesdienstes klarzustellen, dass Eltern auch während der Liturgie weiter für mit Tomaten werfende Zwerge haften. Wer in die Kirche kommt, hat ja bei uns sowieso einen Ehrenstatus – allein schon, weil er kommt. Aber trotzdem gelten ein paar alte Regeln des Gastrechts. Im anderen Haus ist anderes dran als sonst.
Manche üben mit allen zu Beginn etwas Benimm und Lieder und führen ein in einen seltenen Zustand: Stille. Eigentlich mögen es alle, wenn‘s mal richtig still ist - man muss das gar nicht mit der Brechstange erzwingen. Aber man tut gut daran, dies Ereignis mit allen zu proben, vor Beginn des Gottesdienstes, wenn die Glocken aus sind. Oder als Beginn der Liturgie. Ein Lied z.B. war laut und wird von Strophe zu Strophe immer leiser, bis man die letzte nur noch im Kopf hört.
Und die Stille wird beendet durch etwas Wesentliches, ein knappes Gebet, einen stillen Gesang von der Empore, durch einen Wiederholspruch zwischen Agierenden und Gemeinde. Dann merkt man: still sein hat sich gelohnt. Im Weiteren ist es dann auch leichter, daran anzuknüpfen. (Aber besser nicht mehr als 2mal, sonst nutzt es ab.)
Beim Beten: Keine Angst vor „Vor- und Nachsprechen“. Kurze Gebete Zeile für Zeile vorsprechen, und die Gottesdienstbesucher sprechen chorisch nach.
Keine Angst vor dem alten, langen Glaubensbekenntnis. Den Großen sagen, dass sie es im Klappentext des EG finden, damit alle mitsprechen können. Die Kinder werden sehr beeindruckt sein, von dem Erlebnis des gemeinsamen Murmelns und Singsangs, der sich dabei in der Kirche ausbreitet.

Noch ein Hinweis aus jahrelanger Beratungs-Erfahrung: Wer mehr als eine knackige Idee im Verkündigungsteil des Gottesdienstes mit Großen und Kleinen unterbringen will, hat schon verloren. Manche Vorbereitungskreise sind so froh über sich selbst, dass sie keine ihrer 5 Mitglieder-Ideen verprellen wollen: „Nehmen wir doch einfach alle: Frederik und das Friedensgebet von Franz von Assisi und einen Schunkelsong während der Predigt und drei selbstgemachte Kindergeschichten.“ So imitieren wir schlechtes Fernsehen. Es braucht vorher autorisierte Regie, der man das Streichen gestattet. Amen.

Und nun sind wir Besserwisser auch still und wünschen Ihnen allen ein volles Haus und pralle Ernte!
Unten noch ein kleiner Psalm und Szenen für den Gottesdienst zu Erntedank.

Es grüßt Ihr gottesdienst institut nordelbien
Ulrike Lenz und Jochem Westhof vom Kinder-Gottesdienst
Anne Gidion und Thomas Hirsch-Hüffell
www.gottesdienstinstitut-nek.de


Wir sind Helden und Ps 104
A
B
Wir müssen nur wollen
wir müssen nur wollen
Ich will Gott mit Leib und Seele loben !

Wir müssen nur wollen
wie sind deine Werke so groß und viel.

Muss ich immer alles müssen was ich kann?
eine Hand trägt die Welt die andere bietet Getränke an

--- Stille 5 sec ---

Gott, Du hast alles Lebende weise geordnet,
und die Erde ist voll von deinen Schöpfungen.
Wir müssen nur wollen
wir müssen nur wollen
Alle Lebewesen warten auf dich, Gott, …

ich kann mit allen 10 Füßen in 20 Türen
und mit dem 11. Fuß in der Nase Ballette aufführen
Alle Lebewesen warten auf dich, Gott, …

Aber wenn ich könnte wie ich wollte
Alle Lebewesen warten auf dich, Gott, …

würd ich gar nichts wollen

--- Stille 5 sec ---

ich weiß aber, dass alle etwas wollen solln
Du öffnest deine Hand, …
Wir können Pferde ohne Beine rückwärts reiten
Wir können alles was zu eng ist mit dem Schlagbohrer weiten
Du öffnest deine Hand, …
Aber wenn ich könnte wie ich wollte,
würd ich gar nichts wollen
Du öffnest deine Hand,
und sie werden mit Gutem gesättigt, …

---- Stille 5 sec ---

… und die Erde wird wieder grün.




Die Ernte und das Brot
Szenen für einen Familiengottesdienst im Sommer/am Erntedankfest

Familien suchen heute gern stimmungsvolle und festliche Gottesdienste auf, in denen sie den Inhalt und die Bedeutung christlicher Feste erleben: unkompliziert und gleichzeitig anrührend und voller Atmosphäre. Die Auswahl folgender Szenen will lebendig und verständlich vor Augen führen wie und warum die Kirche das Erntedankfest feiert.

Die Szenen eignen sich als Bausteine für einen Familiengottesdienst in der Sommerzeit oder direkt am Erntedankfest.
Sie werden von einer Gruppe Erwachsener/Jugendlicher/Kinder vorbereitet.


Es werden benötigt:
Etwa 8 Darsteller unterschiedlichen Alters (unauffällig einheitlich gekleidet, z.B. schwarz)
CD Naturgeräusche (Vogelgezwitscher, Wind etc)
Requisiten: Weste o.ä für den Schnitter, weiße Bäckerjacke, Männerhut;
Lied: „I Danced in The Morning“ (Refrain; deutsch)


Nach der der Familiengemeinde vertrauten Anfangsphase mit Liedern, Gebeten etc.:

Großmutter( (eine „echte“ alte Dame) und Enkel/-in (ein „wirkliches“ Kind )betreten Hand in Hand den Altarraum.
Großmutter: Ach, wie schön ist es hier geschmückt. Was gibt es da nicht alles…. (zählt auf, berührt, benennt).
Kind: Warum ist dies alles heute in der Kirche? Das ganze Brot und die Äpfel und alles?... Warum machen die das?
Großmutter: Schau, es ist ja nicht alles einfach da. Alles muss wachsen. Alles braucht Zeit und Sonne und Wasser, und noch viel mehr. Aus kleinen Samen ist alles entstanden. Schau nur, was im Frühling und den Sommer über geschehen ist:
Großmutter und Enkel/in bleiben am Rand stehen und beobachten die folgende Szene:

1. Die aufgehende Saat
Etwa 7 DarstelleInnen als Pflanzen, Bäume, Blumen. Liegen zunächst als Gruppe versetzt „wie Samenkörner“ eingerollt am Boden. Musik/Geräusche über CD: atmosphärisch, leichter Windhauch, Vogelgezwitscher…
Sehr „langsames Wachsen“, sich „im Wind wiegen“, dabei Berührungen, Arme verschränken etc. Jede/r auf seine Art.
Großmutter: Schau, es ist Sommer. Schau, wie alles wächst, schaut, wie alles
blüht. Schaut, wie die Bäume neue Blätter bekommen.
Kind: Und alles ist grün. Hier, sieh mal, das Feld. Wie der Wind darüber geht. Wie Haare, die gekämmt werden.
Großmutter: Ja, Halme und Ähren soweit das Auge reicht. Bald wird alles reif sein. Dann haben wir genug zu essen. Das Getreide muss geerntet werden. Schau, der Schnitter kommt!

2. Die Ernte und das Brot
Ein Darsteller mit einem bäuerlichen Accessoire (Weste o.ä.) hält beide Arme parallel lang ausgestreckt vor dem Körper wie eine Sense. Er beginnt am linken Rand der Pflanzengruppe und „schneidet sie ab /fällt sie“ mit seiner „Sense“. Er holt weit aus. Die Pflanzen fallen (entsetzt, d.h. schreckgeweitete Augen, Mund zum stummen Schrei) zu Boden und bleiben reglos liegen.
Großmutter: Es ist genug Getreide da. Der Müller hat es gemahlen.
Der Bäcker macht den Brotteig. Er knetet ihn. Bäcker, tue ihn in den Backofen!
(Während sie spricht zieht der Schnitter eine weiße Bäckerjacke über)

Der Bäcker geht um die Gruppe der Liegenden herum, diese machen sich klein, kommen miteinander in Bewegung, stoßen sich an, kugeln herum, lachen und kichern. Dabei macht der Bäcker eine Bewegung mit den Armen als ob er einen großen Haufen Teig knetet.
Großmutter und Kind beobachten alles:
Großmutter: Oh, wunderbar, wie gut das riecht.
Kind: Hmm.. Ich möchte ein Brötchen. Ein ganz weiches. Lecker frische Brötchen! Mögt ihr auch frische Brötchen?
Großmutter: Es ist genug für alle Menschen da! Nun schau, was jetzt passiert:

3. Großer Freudentanz
Der Bürgermeister (männlicher Darsteller mit Hut) tritt auf. Alle (vormals „Pflanzen“) stehen nun auf, stoßen sich an, wie in Vorfreude zu einem Fest. Lachen, zeigen zum Bürgermeister. Stellen sich im Halbkreis auf, Bürgermeister in der Mitte der Bühne, alle applaudieren.
Bürgermeister: Liebe Leute! Es war ein gutes Jahr. Wir hatten eine gute Ernte.
Alle: Ja!.. Genau… (klopfen sich bestätigend auf die Schulter etc.)
Bürgermeister: Wir danken den Bauern für das Korn (spricht einen Darsteller an, der verneigt sich darauf, die übrigen klatschen)… für das Obst (spricht einen anderen Darsteller an, der verneigt sich darauf, die übrigen klatschen)… für das Gemüse (spricht einen dritten Darsteller an, der verneigt sich auch, die anderen klatschen)!
Alle (laut und fröhlich): Kommt, lasst uns feiern! - Jaaa!!!

Alle bis auf (behäbigen) Bürgermeister tanzen einen Kreistanz zum Refrain von „I Danced in The Morning“ (Sydney Parker. Deutsch: Markus Jenny. Z.B. in: My Life is in Your Hands, Hrsg. H. Naumann, 2005) .
Den Refrain singen die Darsteller mehrmals während des Tanzes.

Kreistanz
Alle stehen im Kreis, Hände auf dem Rücken
Tanz, tanz, wo immer du auch bist.
4 Schritte auf der Kreisbahn nach rechts
Ich bin der Herr des Tanzes für Dich
auf der Stelle re/li/re/li/ Bein vor im Hüpfsprung
… und ich führe dich, wo immer du auch bist,…
Hände fassen, 4 Schritte zur Mitte
..ich bin der Herr im Tanz für dich.
Angefasst 4 Schritte nach außen
Zum Tanz werden auch die Großmutter und ihr/e Enkel/in aufgefordert und einbezogen. Anschließend: Lachen, Klatschen, Umarmungen. Alle gehen ab.

Wir schlagen vor, anschließend eine Überleitung zum Abendmahlsteil zu machen und dann gemeinsam mit Groß und Klein das Abendmahl fröhlich zu feiern.

© Kindergottesdienst Nordelbien 2009

Fazit

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