Luther 2017 - Idee eines Pilgerweges

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Erstellt am: 25.07.2011
Letzte größere Änderung: 06.04.2014
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Idee

Anlässlich der Lutherdekade von 2008 bis 2017 werden viele Aktivitäten geplant und Vorschläge entwickelt. Auch pilgern ist bereits Thema. Die Stadt Romrod ist im Förderprogramm "Mehrgenerationenhaus" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In Romrod entstand zunächst eine Idee und dann ein Arbeitskreis, der sich mit der Entwicklung eines Pilgerweges von Wittenberg nach Worms beschäftigt. Zur Historie und zur Grundlage:
Zitat aus luther.de: " Die Reise Martin Luthers im April 1521 zu Kaiser und Reich nach Worms ist unvergleichlich und ohne Parallele in der Weltgeschichte. Nie zuvor hatten so viele Menschen mit so großen Hoffnungen und Ängsten einen Reisenden über eine so lange Zeit begleitet. Es stand viel auf dem Spiel und Zeitgenossen waren sich dessen bewusst. Um die geistigen Grundlagen ging es, um Frieden für den Kontinent und nicht zuletzt um das Leben eines Hoffnungsträgers, wie ihn Deutschland nie zuvor und nie nachher gekannt hat, eines Mannes, der für sich selbst den Tod erwartete. Am Ende dieser Reise ist das Neue Testament verdeutscht und das Mittelalter zu Ende."
Martin Luthers Weg führte ihn 1521 von Wittenberg über die alten Handelsstraßen Via Regia und die "kurzen Hessen". Bereits jetzt ist pilgern, nach Sichtung der Webseiten, von Wittenberg, Richtung Leipzig und über den "ökumenischen Pilgerweg" bis Vacha möglich und entspricht damit weitestgehend der historischen Wegführung der alten Handelswege und Luthers Reiseroute.
Auf hessischer Seite reiste Luther von Eisenach und Berka kommend über Hersfeld, Alsfeld, Romrod, Grünberg, Hungen, Friedberg, Frankfurt / M. , Groß-Gerau, Oppenheim nach Worms. Dieser Weg entspricht den heutigen Bundesstraßen 62, 49 und 3 . Die Route ist historisch belegt. Einen entsprechenden Pilgerweg gibt es bisher in Hessen nicht. Birgit Dittmar ( Deutsche Zentrale für Tourismus) und Prof. Dr. Peter Zimmerling ( Theolog. Fakultät der Uni Leipzig) sind in ihren Veröffentlichungen der Meinung, dass es "eine steigende Nachfrage nach neuen Pilger-und spirituellen Routen gibt und dass wir "eine Wiederentdeckung des Raumes im Protestantismus" erleben.
Ein durchgehender lutherischer Pilgerweg, (ökumenisch) der Luthers Reise von 1521 entlang der Original-Straßen nachvollzieht, würde aus hiesiger Sicht bereits jetzt in die Lutherdekade passen und darüber hinaus das nächste Jubiläum 2021 vorweg thematisieren. Nicht zuletzt glauben wir an die große spitituelle Kraft und an das Potential hinter dieser Idee. Ein weiteres Bindeglied mit nationaler und internationaler Bedeutung zwischen alten und neuen Ländern würde etabliert.
Der Vogelsbergkreis war bereits erfolgreich mit der Verwirklichung der Bonifatius-Route von Mainz nach Fulda befasst. ( www.bonifatius-route.de) Wer letztlich federführend in dem Lutherprojekt tätig sein wird, sollen die kommenden Vorstellungen und Gespräche ergeben. Die Umsetzung kann nur mit Mitwirkung aller Anrainer-Kommunen bzw. mit deren Duldung geschehen. Wir in Romrod verstehen uns als Impulsgeber, Werber und künftige Mit-Anrainer des neuen Pilgerweges. Der Magistrat der Stadt Romrod unterstützt dieses Vorhaben. Die nichtkommerzielle Nutzung der Wortbildmarke "Luther 2017 - 500 Jahre Reformation" haben wir bereits beantragt, um auch nach außen zu zeigen: "Wir machen mit."
Am 1.7.2011 habe ich dieses Ziel dem Landrat des Vogelsbergkreises vorgestellt. Das Amt für den ländlichen Raum beurteilte in seiner Stellungnahme "die Einrichtung eines kulturhistorischen Wanderweges ..... im Rahmen der Richtlinie zur Förderung der regionalen Entwicklung, z.B. LEADER, für förderfähig.
Was ist jetzt zu tun? Zunächst sollen alle Kommunen am Weg von dem Projekt überzeugt, begeistert werden und sich einig sein, dass ein Weg evaluiert werden soll, d.h. ein Konzept für den Wegeverlauf und die Vermarktung erstellt wird. Die ersten Städte und Gemeinden sind bereits angeschrieben worden. Dann sollte geklärt werden, wer die Förderanträge für alle beteiligten Kommunen stellt. Der erste Teil, die Konzepterstellung wird kalkuliert und ein Förderantrag formuliert. Die Umsetzung ist ein weiterer Schritt. Wer sollte als Helferinnen und Helfer seitens der Kommunen von Anfang an mit eingebunden werden? Kirchen, Gemeindeglieder, Historiker, Wanderer, interessierte Personen usw. Um die Kommunalverwaltungen zu entlasten empfehle ich die örtliche Gründung von Arbeitsgemeinschaften. Der aktuelle Stand lässt sich treffend mit einem Luther-Wort beschreiben:" Wir sind's noch nicht, wir werden es aber. Es ist noch nicht getan und geschehen, es ist aber im Schwang. Es ist nicht das Ende aber es ist der Weg." Interessierte Menschen schreiben bitte an: Mehrgenerationhaus Romrod - Arbeitskreis Luther 2017 - Jahnstraße 2, 36329 Romrod
Auch per E Post: a-bra (at) t-online.de
Bernd Rausch

Nachtrag vom 31.8.2011: Am 8. 9. ; 28.9. und 14.10. 2011 wird die Idee den politisch Verantwortlichen in den Kommunen Romrod, Alsfeld und Feldatal vorgestellt. Die bisherigen Rückmeldungen waren poitiv. Meine Meinung: "Wir sind's noch nicht, wir werden es aber..."

Nachtrag vom 17.9.11: Die Stadtverordnetenversammlung Romrod hat mit einstimmigem Votum die Idee für gut befunden. Für die Umsetzung soll nun bei den Nachbarkommunen entlang der Route weiter geworben werden, was wir gerne tun.

Nachtrag vom 9.10.11: Am 28.Sept. wurde die Idee im Magistrat der Stadt Alsfeld vorgestellt und positiv aufgenommen. Am 14. Okt. wird das Projekt den Verantwortlichen der Gemeinde Feldatal vorgestellt.

Am Mittwoch , 26. Oktober folgt ein öffentlicher Informationsabend unserer AG und PP - Präsentation im Bürgerhaus Romrod, 36329 Romrod. Alle interessierten Menschen sind hierzu herzlich eingeladen. Beginn: 20.00 Uhr. Anfahrt: Ab Ortsmitte Romrod Richtung Zell von der B 49 abbiegen. Das BGH befindet sich am Ortsausgang rechts.

Nachtrag vom 19.2.2012: Am 31. Januar hatte der AK einen Termin beim Landrat des Vogelsbergkreises. Anwesend waren Vertreter der Fachabteilungen, der Hessischen Landeskirchen, der Touristik und Wandervereine. Unser Vortrag wurde positiv aufgenommen und eingehend erörtert. Siehe auch die Pressemeldungen des VB-Kreises im Netz. Am 18. 2. waren wir Gäste am 2. Lutherweg Tag in Eisleben und haben dort unser Projekt vorgetragen. Mit positivem Echo wie wir finden. Die vielen Eindrücke formten viele Ideen. Es geht weiter und wir freuen uns.

Nachtrag vom 8.4.2012: Rund 20 Mitglieder aus den Lutherweg-Arbeitsgruppen der Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg trafen sich am 27.3. erstmals zu einem Arbeitstreffen in Romrod. Mit dabei waren Vertreter von Kommunen und Kirchengemeinden, der beiden Hessischen Landeskirchen, der Dekanade, private Akteure, Hessenforst,Verwaltung und Regionalforum. Das nächste Treffen ist für den 22. Mai in Bad Hersfeld geplant. Noch in diesem Jahr soll der Verein "Lutherweg in Hessen" gegründet werden. Der Satzungsentwurf liegt vor, jede natürliche oder jur. Person kann Mitglied werden. Ein ausführlicher Bericht ist den Print-und Onlinemedien zugeleitet worden. Es geht voran.
Nachtrag vom 2.Mai.2012:
Am 26.4. haben wir eine zusätzliche Sitzung der beiden Ak`se Bad-Hersfeld und Romrod eingeschoben. Grund war der Besuch des Präsidenten der Lutherweg-Gesellschaft Herr Kirchenrat Jürgen A. Dittrich. Nach einem beiderseitigen Informationsaustausch in einer herzlichen Begegnung, schauen wir ermutigt in die nächsten Monate.

Am 12 September findet die Gründungsversammlung des Fördervereins "Lutherweg in Hessen" in Romrod statt. Unser vorläufiger Internetauftritt hier:http://www.facebook.com/#!/LutherwegInHessen

18.10. 2012: Der Verein "Lutherweg in Hessen e.V." ist nun ein amtlich eingetragener Verein. Anschrift: Alsfelder Straße 1, 36329 Romrod. ( Kulturhaus ehem. Synagoge)

13.04.2013 Entlang des künftigen Wegeverlaufs existieren nun fünf Arbeitskreise von Bad-Hersfeld bis Trebur. Alle decken mit ihrer Tätigkeit einen Abschnitt des Weges ab. So werden die Lasten auf viele Schultern verteilt und die Arbeit geht voran. Der Wegeverlauf ist durchgehend skizziert und zu einem großen Teil in der Feinplanung. Vorgespräche im Hessischen Wirtschaftsministerium waren positiv und geben uns neuen Antrieb. Viele Baustellen werden zeitgleich beackert. Soviel in der Kurzfassung. Unser Vereinsblättchen wird tagesaktuell gepflegt: https://www.facebook.com/LutherwegInHessen?ref=tn_tnmn Bis demnächst!

Nachtrag 6.4.2014:
Unsere Absichten, den Lutherweg 1521 nachhaltig zu gestalten werden Wirklichkeit. Bereits jetzt, bevor wir mit den Markierungsarbeiten begonnen haben, bekommen wir Anfragen und manche Kirchengemeinden nehmen in eigener Regie den Weg unter ihre Füße. „Einen Pilgerweg von unten“, der durch die Menschen am Weg und den Pilgern aus nah und fern genutzt und über 2017 und 2021 hinaus am Leben gehalten und betreut wird. Das ist unser Ziel.
„Einem Gläubigen ist nichts schädlicher, als dass er meint, er habe es schon ergriffen, und es sei nicht nötig, es erst zu suchen. Denn daher kommt es, dass viele zurückfallen und vor Sicherheit und Faulheit welken und lasch werden. […]Dieses Leben ist keine Frömmigkeit, sondern ein Fromm-Werden. Keine Gesundheit, sondern ein Gesund-Werden. Kein Wesen, sondern ein Werden. Keine Ruhe, sondern ein Üben. Wir sind es noch nicht; werden es aber. Es ist noch nicht getan und geschehen; es ist aber in Gange und im Schwange. Es ist nicht das Ende; es ist aber der Weg.“ (MARTIN LUTHER, 1483 – 1546, Auslegung zu Philipper 3, 13)

Zu einer Pilgerwanderung auf dem geplanten Lutherweg laden jetzt die Evangelischen Kirchengemeinden Eifa, Grebenau und Schwarz ein. Am Samstag, 12. April kann man den Abschnitt des Pilgerweges zwischen Eifa und Grebenau ein erstes Mal erkunden. Um 10.00 Uhr beginnt der Pilgertag mit einem Reisesegen im Evangelischen Gemeindezentrum Eifa. Um die Mittagszeit ist eine Rast und Andacht an der Kirche in Schwarz geplant. Unterwegs wird sich mit passenden Bibelversen und Lutherworten auf den nahenden Palmsonntag eingestimmt. Den Abschluss begehen wir gegen 16.00 Uhr an der Evangelischen Kirche in Grebenau. Ein gemeinsames Kaffeetrinken rundet das Pilgererlebnis ab.

Nachtrag: 20.3.2016: Bin wieder einmal hier. Wer hätte das gedacht. Über die Hälfte des WEges haben wir mit gemeinsamer Anstrengung markiert und beschildert. Im Sommer werden wir gewiss fertig werden. Info-Tafeln, Ruheplätze, Herbergen usw werden gleichzeitig umgesetzt. "Wir sinds noch nicht, wir werden es aber, es ist noch nicht getan, aber es ist (ganz schön) im Schwange." Danke an alle, die mithelfen. B. R.

Nachtrag: 4.1.2017. Am 14. Mai 2017 wird der Weg feierlich in Romrod eröffnet. Wir sind mächtig stolz. Mehr über www.lutherweg1521.de und bei FB

Nachtrag: 11.4.2017 Letzter Eintrag auf dieser Seite zu diesem Projekt: Es ist geschafft! Der Weg steht, ist unverlaufbar markiert und beschildert, am 14 Mai ist die landesweite Eröffnung des fast 400 km langen Weges von der Wartburg nach Worms oder umgekehrt, je nach Sichtweise. Herbergen und Rastplätze am Weg usw. Danke an alle, die mitgeholfen haben. Mehr über www.lutherweg1521.de, Bestellungen von Pilgerführer, Buch zum Weg, Pilgerausweis u.v.m. Mailkontakt info(at)lutherweg1521.de

Fazit

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