Jugendliche in der Gemeinde

Autor/innen
ein Geistreich-Mitglied
erstellt am: 18.05.2010
Letzte größere Änderung: 01.04.2011
Sprachen
Deutsch (Original, angezeigt)
Inhaltsverzeichnis
Jugendliche und Schule
Stichworte
Zielgruppen
Mitarbeitende
Meinungen
2 Stimmen
Kommentare zum Dokument
Tosamen

Definition

Jugendliche in der Gemeinde sind teilweise Zielgruppe, teilweise als Aktive auch selber Veranstalter und Organisatoren.

Einführung

Jugendliche stehen an der Schwelle zum Erwachsenenalter. Teilweise nehmen sie passiv Angebote an, teilweise organisieren sie selbständig Angebote und sind so selber schon Aktive und Projektträger.

 

JUGENDZENTREN in den Gemeinden

Jugendzentren (JZ'en) leiteten über in die Zeit des Erwachsenenwerdens. Sie konnten dabei helfen (in Zusammenarbeit mit benachbarten Schulen) schulische Probleme zu lösen (bisweilen war zu diesem Zweck sogar eine pädagogische Fachkraft eingestellt), sie konnten Motivationen schaffen durch Projekte, wie sie auch hier bei GEISTREICH beschrieben worden sind und sie erfüllten damit eine wichtige soziale Aufgabe. ABER ES FEHLT HEUTE OFT DIE FINANZIELLE BASIS und das (und nur das) ist der Grund dafür, dieses Thema hier bei GEISTREICH einzubringen und einer größeren Leserschaft zugänglich zu machen und DAS ist auch der Grund, dieses Thema in der Vergangenheitsform zu beschreiben.

Das hier angesprochene Thema JUGENDZENTREN wird in jeder  Gemeinde mit großem Ernst angenommen. Versammlungsort und Treffpunkt sind jeweils frei gebliebenen Räume im Kirchengelände. Viele Jugendzentren betreuen auch kriminielle Jugendliche zum Beispiel in der Resozialisierung und in der Verbrechensprävention.

Strafhaft, Unfälle und sogar der Tod von Jugendlichen (Trauerbegleitung, Gang zum Friedhof) können  in den Aufgabenbereich von JZ'en fallen, wenn sich das aus der vorhergehenden Zusammenarbeit so ergeben sollte. Jugendzentren sind personell nicht darauf eingerichtet, in solchen oft schwierigsten selbst Hilfe zu leisten. Es kommt hier im wesentlichen darauf an, zu beraten, aber die Grenzen zwischen Beratung und aktiver Unterstützung z.B. durch Besuch bei Lehrern, sind oft schwer zu ziehen. 

Es ist sicherlich sinnvoll - und vermutlich noch nicht hinreichend erprobt - Jugendliche selbst in die Beratung und Unterstützung anderer Jugendlicher mit einzubeziehen:

  • Es gab da zum Beispiel einen etwa Fünfzehnjährigen, der arbeitete auf seine Weise mit und half anderen bei ihren Hausaufgaben in der Mittagspause aber VOR dem JZ, weil das JZ in der Mittagpause geschlossen bleiben muß: Er lag dort in der Sommer-Sonne auf den Pflastersteinen und hatte Schulbücher und Hefte um sich herum verteilt, während etwa zehn bis fünfzehn Jugendliche mit ihm diskutierten. "Der ist unser Klassenbester" erklärte einer der Umstehenden. "Ob er denn Hilfe brauche ?" Auch da kam wieder die Antwort von einem der anderen Jugendlichen: "Der kommt aus der achten Klasse des (benachbarten) Gymnasiums, der hat in allen Fächern die Note sehr gut, der braucht selbst keine Hilfe.." Wieviel Sprachen er denn lernen müsse?  Diese Antwort kam dann von ihm selbst: "Außer Agyptisch-arabisch und Deutsch wären es noch drei Sprachen, nämlich Französisch, Englisch und Latein" hat er dann erzählt und wollte  vor allem selbst gern wissen, wie wir im JZ denn pädagogisch vorgingen und wie wir denn in religiösen Fragen helfen und diskutieren würden....

Auch ein solcher "Zusatzunterricht" im örtlichen Umfeld  ist insofern dem JZ zu verdanken, als dies ein bekannter Versammlungsort für alle Jugendliche im Ortsteil ist. Auch diese Eigenschaft im gesamten Umfeld als Versammlungsort für Jugendliche zu dienen  ist ein wichtiges Ergebnis der Arbeit dort, DENN, wer Hilfe braucht, die/der wartet, notfalls sogar vor der Tür, falls gerade geschlossen ist....

Es gibt noch eine Menge ANDERER Beispiele, die zeigen könnten, was geschieht, wenn ein solcher "Versammlungsort" demnächst wegen Geldmangels geschlossen werden muß.....

In diesem Zusammenhang sollte aber AUCH erwähnt werden, daß alle beteiligten Stellen bemüht sein werden, eine Schließung zu verhindern. Wenn die Kirchengemeinde kein Geld mehr hat, wird das JZ unter Vorbehalt unter Umständen von der Kommune weitergeführt, unter Umständen sogar so lange, bis eine andere Lösung oder ein anderer Finanzier gefunden worden ist ...

Wir bei GEISTREICH haben die Möglichkeit Probleme zu erkennen und dadurch die Arbeit in den JZ'en zu unterstützen.

 

Weitere Ansätze

Weitere Ansätze entnehmen Sie bitte die Verweisen unten.

 

Praxisbeispiele

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